Sidi Larbi Cherkaoui

© Joris Casaer

 

Der flämisch-marokkanische Choreograf und Tänzer Sidi Larbi Cherkaoui ist in allen Stilsprachen zu Hause und für seine kulturübergreifenden Inszenierungen weltweit bekannt. 1976 in Antwerpen geboren, erarbeitete er seit seinem Debüt als Choreograf mehr als 20 Stücke und wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, u. a. dem Fringe First Award (Edinburgh), dem Barclay Theatre Award (London), dem Movimentos Award in Deutschland und dem australischen Helpmann Award.
2008 ernannte ihn Balletttanz zum Choreografen des Jahres und die Alfred Toepfer Stiftung würdigte ihn mit dem Kairos Preis 2009. Während er seine ersten Produktionen – „Rien de rien” (2000), „Foi” (2003) und „Tempus Fugit” (2004) – als Ensemblemitglied der belgischen Compagnie les ballets C de la B schuf, beteiligte sich Sidi Larbi Cherkaoui parallel an weiteren Projekten, unter anderem „Ook” (2002) zusammen mit der Choreografin Nienke Reehorst, „D’avant” (2002) mit Damien Jalet und Mitgliedern der Sasha Waltz & Guests Company und „zero degrees” (2005) mit Akram Khan. Während seiner Zeit als Associate Artist am Het Toneelhuis Theater in Antwerpen (2006–2009) realisierte er zahlreiche Kollaborationen mit anderen KünstlerInnen, darunter etwa „Sutra“ (2008), eine Zusammenarbeit mit 12 Shaolin-Mönchen, „Dunas“ (2009) gemeinsam mit der Flamencotänzerin María Pagés oder „Play“ (2010), ein Duett mit der Kuchipudi-Künstlerin Shantala Shivalingappa. Seit 2008 ist Sidi Larbi Cherkaoui Associate Artist des Londoner Tanzhauses Sadler‘s Wells.
2010 gründete der Choreograf in Antwerpen seine eigene Compagnie Eastman. Unter den Fittichen von Eastman entstanden Stücke wie „Babel(words)“, „Play“, „TeZuka“, „Puz/zle“, „GENESIS生长“ (allesamt auch im Festspielhaus St. Pölten zu sehen), „Rein“ und „4D“. Sidi Larbi Cherkaoui hat bereits mit einer Vielzahl von Theatern, Opernhäusern und Tanzcompagnien zusammengearbeitet, darunter Sadler’s Wells in London, das Théâtre de la Monnaie in Brüssel, das Roya Danish Ballet, das schwedische Cullberg Ballet, Les Ballets de Monte Carlo und das Grand Théâtre in Genf. Auch seine Choreografien für Joe Wrights Film „Anna Karenina“ (2012) sorgten international für Aufsehen. 2014 erarbeitete Cherkaoui die Choreografie in der Opernproduktion „Shell Shock“ für das Brüsseler La Monnaie. 2011 war 2010/2011 Sidi Larbi Cherkaoui Artist in Residence am Festspielhaus St. Pölten, zuletzt waren hier seine Kreationen „m¡longa“ (2013) und „GENESIS生长“ (2015) sowie die Auftragschoreografie „Noetic“ im Rahmen des Doppelabends „Spirit“ (2016) zu sehen. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist er Künstlerischer Leiter des Royal Ballet of Flanders. www.east-man.be

25/02/2017 Sidi Larbi Cherkaoui: Babel(words)

 

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