3. Internationales Symposium Kulturvermittlung - ein Rückblick

Was kann Kulturvermittlung?

Am 27. und 28. Jänner 2017 nahmen mehr als 220 Interessierte und ExpertInnen aus den Bereichen Kulturvermittlung, Kulturmanagement und Kulturwissenschaft im Festspielhaus St. Pölten am 3. Internationalen Symposium Kulturvermittlung teil.
Neu war zum einen der Veranstalter, die NÖKU-Kulturvermittlung, vormals als Netzwerk Kulturvermittlung Niederösterreich bekannt, zum anderen der Kooperationspartner. Erstmals wurde das zweitägige Symposium gemeinsam mit dem Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim ausgerichtet.

Das kann Kulturvermittlung!

Inhaltlich wurde vor allem über Maßnahmen, Möglichkeiten und die Notwendigkeit von Community Building, Kulturelle Stadtraumentwicklung sowie die Gesellschaftliche Verantwortung von Kulturvermittlung diskutiert.

Bereits der Einführungsvortrag von Birgit Mandel von der Universität Hildesheim hat über den Versuch einer Begriffsklärung von „Kulturvermittlung“ die Brücke zum organisch gewachsenen Schwerpunktthema Community Building geschlagen: Der Veranstaltungsort als möglicher Raum und die Teilnahme (und damit Teilhabe) als Ausgangspunkt der Gemeinschaftsbildung.
Kulturvermittlung, so Mandel, sei „eine Funktion, die zwischen Institutionen, KünstlerInnen, aktuellen und potenziellen BesucherInnen sowie zwischen (Teil-)Öffentlichkeiten Beziehungen herstellt.“

Lutz Liffers von der Bremer Initiative Kultur vor Ort e.V. und nach eigenen Angaben „selbst kein Kulturvermittler“, setzte in seinem Vortrag Community Building in den Kontext der Kulturellen Stadtraumentwicklung und wies vor allem auf die Herausforderungen von globalisierten Stadtteilen hin. Liffers unterstich den damit verbundenen Stellenwert analoger und digitaler Räume (bzw. deren Nutzung), indem er an das Publikum appellierte: „Machen Sie Ihr Handy an, denn nur das entspricht der Realität.“

Über Geschichten und deren unbegrenzte Möglichkeiten sprach Anne Graswinckel von der friesischen Theatercompagnie TRYATER. Geschichten ermöglichen Wahrhaftigkeit, Begegnung, Verstehen und nicht-kompetitive Teilnahme, bieten Inspiration und helfen, Mauern jeglicher Art abzubauen, so die niederländische Theatermacherin.
Barrieren durch künstlerische Vermittlungsarbeit hat Gerald Huber-Weiderbauer mit seinem wiederkehrenden Symposiumschor abgebaut, bei dem sich die TagungsteilnehmerInnen zu Tagesbeginn und -ende im Ritual des chorischen Gesangs wiederfanden.

Community Building wurde bei gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre und in den sechs künstlerisch-praktischen Workshops – von Tanz über Design Thinking bis hin zu Game Design – nicht nur diskutiert, sondern gelebt. Projektvorstellungen und Best Practice boten die wiederkehrenden Podiumsdiskussionen und Runden Tische.

Die NÖKU-Kulturvermittlung und Mitherausgeberin Susanne Wolfram präsentierten im Rahmen des Symposiums ihre erste gemeinsame Publikation „Kulturvermittlung heute. Internationale Perspektiven“. Erschienen im transcript Verlag ist der Sammelband ab sofort erhältlich.

Das 4. Internationale Symposium wird am 1. und 2. Februar 2019 stattfinden.
Weitere Informationen finden Sie auf www.kulturvermittlung.net

Bilder

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fsh_symposium17-6136.jpg.jpg alle Fotos: © David Visnjic

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