Slow Dancing

by David Michalek feat. The Scumfrog und Jeffrey Zeigler

Zum 20-Jahr-Jubiläum projiziert der US-amerikanische Fotokünstler David Michalek überlebensgroße filmische TänzerInnen-Portraits in hyper-slow-motion auf den transluzenten Festspielhaus-Leuchtkörper. Der holländisch-amerikanische Top-DJ The Scumfrog (Jesse Houk) und der Cellist Jeffrey Zeigler sorgen für erstklassige musikalische Begleitung.

 

What I’ve always marveled at is how every human being has the ability to read a face, to read a body (...) And I think what the dancers’ being slowed down does is to reveal all of these beautiful, subtle changes in faces and bodies. This camera allows us to read moments that pass by so quickly they don’t register.
David Michalek

 

„Slow Dancing“, das sind an die 60 überlebensgroße, filmische Portraits von TänzerInnen und ChoreografInnen, die in hyper-slow-motion auf die charakteristische Fassade des Festspielhauses projiziert werden. Eine spezielle Technikausrüstung mit high-speed und high-definition Kameras machte es David Michalek möglich, 1.000 Bilder/Sekunde einzufangen (zum Vergleich: eine Standard-Kamera schafft lediglich 30 Bilder/Sekunde). Die ursprünglichen Tanzbewegungen von jeweils nur fünf Sekunden, konnten so auf 8 bis 12 Minuten Videos ausgedehnt werden. In einer Geschwindigkeit, die weniger als einem Hundertstel der Originalbewegung entspricht, kommt die Ästhetik der Körper und der Bewegung in vollstem Maße zum Ausdruck. Die graziöse, flüchtige Schönheit einer einzelnen Tanzbewegung wird mit „Slow Dancing“ in extremer Zeitlupe eingefangen.
David Michalek fand durch seine Frau Wendy Whelan, zuletzt langjährige Solotänzerin des New York City Ballet, zu seiner Begeisterung der Kunstform Tanz. Der Fotograf verbrachte viele Abende im Ballett, ging seiner Profession nach, war jedoch mit dem statischen Ergebnis einer simplen Fotografie stets unzufrieden. Vielmehr wollte er die Ästhetik einer tänzerischen Bewegung in Korrelation mit dem Voranschreiten der Zeit setzen, das Gleiten der Bewegung durch Raum und Zeit zum Ausdruck bringen.Über die Jahre hinweg reifte die Idee einer Tanz-Fotografie, die zur Bewegung findet.

Premiere feierte Michaleks „Slow Dancing“ 2007 im New Yorker Lincoln-Centre und kam seitdem am Trafalgar Square in London, bei der Biennale in Venedig, in Berlin, Amsterdam und München zur Aufführung. Am Freitag, 09. Juni kommt „Slow Dancing“ nach Marie Chouinards „Le Sacre du printemps | HENRI MICHAUX : MOUVEMENTS“ an der charakteristischen gläsernen Fassadenverschalung des Festspielhaus-Zuschauerraums in Anwesenheit des Künstlers zu seiner Österreich-Premiere.

Unter anderen werden Portraits von folgenden KünstlerInnen projiziert:
Sidi Larbi Cherkaoui, Marie Chouinard, William Forsythe, Lemi Ponifasio, Angelin Preljocaj, Trisha Brown, Omayra Amaya, Karole Armitage, Alexandra Beller, Anik Bissonnette, Brooke Broussard, Isabelle Guérin, Roxane Butterfly, Dana Caspersen, Patrick Corbin, Herman Cornejo, Wayan Dibia u. v. m.

 

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