“Die Übernahme der Künstlerischen Leitung des Festspielhaus St. Pölten ist für mich Herausforderung und Herzensangelegenheit zugleich. Das Festspielhaus ist ein herausragender Präsentationsort für Tanz und international wichtiger Koproduktionspartner für die zeitgenössische Tanz- und Ballettszene. Es beherbergt unter seinem Dach das Tonkünstler-Orchester als Residenzorchester und bietet so die einmalige Gelegenheit, die Kunstformen Tanz und Musik künstlerisch miteinander zu verbinden. Ich sehe das Festspielhaus als einen Ort zwischen Tradition und Gegenwart, mit einem Herz für den zeitgenössischen und grenzüberschreitenden Kanon, ein Nährboden für künstlerisches Schaffen und eine fruchtbare und geschäftige Oase für KünstlerInnen und BesucherInnen. Ein inklusiver Ort, der die Begegnung mit Tanz und Musik, Kunst am Puls der Zeit mit der Pflege des Erbes verbindet. Denn nicht nur in den Hauptstädten ist es möglich, sich profiliert zu äußern. Deshalb freue ich mich darauf, ein markantes, kontroverses, originelles, spartenübergreifendes und gelegentlich gewagtes Programm für das Festspielhaus St Pölten zu gestalten. Ein Programm, das ein vielfältiges und breites Publikum anspricht und sich auch in seinem internationalen Angebot als Teil des gesellschaftlichen Lebens der Stadt St. Pölten versteht.” (Bettina Masuch)
„Mit Bettina Masuch freuen wir uns in der NÖKU-Familie über eine außergewöhnliche Kulturmanagerin, die durch ihre exzellente Branchenkenntnis einen wichtigen Beitrag zur Profilierung des Hauses leisten wird. Die hochangesehene Tanzexpertin wird das Standing des Festspielhauses als Österreichs großes Premieren- und Koproduktionshaus für zeitgenössischen Tanz auch international noch weiter stärken und Niederösterreich in das Zentrum der Tanzwelt rücken.“ (Paul Gessl)
Thomas Gludovatz zeigt sich ob der hochkarätigen Neubesetzung erfreut: „Diese Besetzung ist richtungsweisend für das Festspielhaus St. Pölten! Dass mit Bettina Masuch eine Protagonistin der europäischen Tanzszene nach Niederösterreich wechselt, zeigt den enormen Stellenwert, den das Festspielhaus St. Pölten mittlerweile genießt."
Livestream on demand der Pressekonferenz am 30. Oktober 2020
Bettina Masuch studierte Theaterwissenschaft in Gießen. Nach Dramaturgie-Tätigkeiten am Kaaitheater in Brüssel und am Theaterhaus Jena, wechselte sie 1998 an die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin und arbeitete dort als Dramaturgin für Produktionen von Frank Castorf, Christoph Schlingensief und René Pollesch. In 2002 und 2003 war sie Produktionsdramaturgin für die Choreografin Meg Stuart am Schauspielhaus Zürich. Von 2003 bis 2008 arbeitete Bettina Masuch als Tanzkuratorin für das Berliner Theater Hebbel am Ufer. Bis 2008 war sie Mitglied der künstlerischen Leitung des renommierten Tanzfestivals „Tanz im August“ und verantwortete auch 2013 dessen Ausgabe zum 25. Jubiläum. Als künstlerische Leiterin gestaltete sie das Springdance Festival in Utrecht von 2009 bis 2013. Seit Januar 2014 ist Bettina Masuch Intendantin des tanzhaus nrw in Düsseldorf, das unter ihrer Intendanz 2017 mit dem „Theaterpreis des Bundes“ ausgezeichnet wurde. Sie ist Herausgeberin und Autorin diverser Fachpublikationen und hält Lehraufträge an nationalen wie internationalen Hochschulen. Bettina Masuch ist Mitglied in verschiedenen Jurys und Fachkommissionen, u.a. der Kulturstiftung des Bundes, dem Fonds Darstellende Künste und des Goethe-Instituts. Ab Herbst 2022 übernimmt sie die Künstlerische Leitung am Festspielhaus St. Pölten.
Fotos ausschließlich zur honorarfreien Nutzung bei Nennung des Copyrights © Florian Schulte und im Rahmen einer redaktionellen Berichterstattung über das Festspielhaus St. Pölten.