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IN DIALOGUE WITH THE ARTS

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Wenn Anna von Hausswolff spielt, verschiebt sich etwas im Raum. Ihre Musik bleibt nie nur an der Oberfläche. Sie zieht in die Tiefe, baut Spannungen auf, die sich langsam verdichten, bis sie körperlich spürbar werden. Seit ihrem Durchbruch mit Ceremony (2012) verfolgt die Künstlerin konsequent einen eigenen Weg zwischen mystischem Rock und sakralen Klangräumen. Die Pfeifenorgel als zentrales Instrument gibt ihren Kompositionen eine archaische Wucht. Auf ihr aktuellem Album Iconoclasts (2025) holt sie sich mit dem Saxofon ein zweites charakterstarkes Instrument an die Seite. Ihre Stimme hält dagegen: dringlich, manchmal fast entrückt. 

Genau aus dieser Energie heraus entsteht das Gesamtkunstwerk Atlas Song. Für die Live-Musik von Anna von Hausswolff entwickelte das Choreograf:innen-Duo Imre & Marne van Opstal einen Abend, der die Grenzen zwischen Konzert und Choreografie bewusst verwischt. Die Geschwister zählen zu den aufstrebenden Stimmen einer neuen Generation von Choreograf:innen – geprägt durch ihre Zeit beim Nederlands Dans Theater und der Batsheva Dance Company, heute international gefragt, mit Arbeiten, die den Körper als Resonanzraum begreifen. 

Singer Anna von Hausswolff in a glittery costume backstage at ‘Atlas Song’ with Bettina Masuch, Artistic Director of the Festspielhaus.
A brief moment backstage: our artistic director Bettina Masuch meets Anna von Hausswolff in Gothenburg © Andreas Prieling

In ihrer Choreografie Atlas Song wird diese Idee wörtlich genommen: Die Körper der Tänzer:innen stehen in unmittelbarem Austausch mit der Live-Musik. Es entsteht ein dichtes Geflecht aus Rhythmus, Körper und Raum. Momente der Verdichtung wechseln mit plötzlicher Entladung, stille Passagen kippen in rohe Energie. Getragen wird das von der GöteborgsOperans Danskompani, einer der führenden zeitgenössischen Tanzcompagnien Europas. Ein Ensemble aus Tänzer:innen aus über zwanzig Ländern, das dafür bekannt ist, künstlerische Handschriften charakterstark auf die Bühne zu bringen. In dieser Choreografie lassen sie jeden Ton zur Geste werden. Eine Bewegung greift einen Rhythmus auf und zieht ihn weiter. Es gibt Momente, in denen die Musik den Raum vorgibt und die Körper folgen. Und andere, in denen Bewegung übernimmt. Manchmal läuft beides synchron, fast selbstverständlich. Dann wieder bewusst gegeneinander. Was dabei entsteht, ist ein intensives Gespräch zwischen zwei Sprachen – Musik und Tanz – fließend übersetzt von Imre & Marne van Opstal 

 

Am 21. und 22. Mai ist Atlas Song erstmals in Österreich zu sehen. Jetzt Ticket sichern! 

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