Salon D – Drinks und Dialog
Autor:innen, Philosoph:innen und Wissenschaftler:innen zu Gast
Die zeitgenössischen Werke, die Sie auf der Bühne des Festspielhauses erleben, spiegeln die ständigen Veränderungen in Kultur und Gesellschaft wider und sind eine künstlerische Reaktion auf bestehende gesellschaftspolitische Verhältnisse. Wenn es darum geht, sich mit diesen Verhältnissen auseinanderzusetzen, möchten wir Ihnen, liebes Publikum, dafür Räume öffnen.
Im Salon D greifen wir die thematischen Impulse der Stücke auf und verknüpfen sie mit den Gedankenwelten von Autor:innen, Philosoph:innen, Wissenschaftler:innen und Menschen, die etwas zu Tanz zu sagen haben.
In Kooperation mit: NDU New Design University, Museum Niederösterreich und Artothek Niederösterreich
Sa 09/05/2026, 17.00 Uhr
Helga Kromp-Kolb: Für Pessimismus ist es zu spät
Eintritt frei
Um Anmeldung wird gebeten: karten@festspielhaus.at
im Rahmen der Vorstellung von Nederlands Dans Theater NDT 2 – Marco Goecke . Marcos Morau
Die engagierte Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb fordert in ihrem Buch „Für Pessimismus ist es zu spät. Wir sind Teil der Lösung“: weg von der Panik, hin zur Zukunftsgestaltung – mit klimafreundlichem Lebensstil und aktivierter Hoffnung! Marco Goecke thematisiert an diesem Abend zwischenmenschliche Beziehungen, während Marcos Morau eine Choreografie über Gemeinschaft, Bräuche und Traditionen präsentiert. Diese Pole interessieren uns auch im Hinblick auf den Klimawandel, denn Klimaschutz wird nur dann gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen.
Helga Kromp-Kolb ist Professorin am Institut für Meteorologie und am Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit der Universität für Bodenkultur. Sie engagiert sich seit bald 50 Jahren für unsere Umwelt und gegen den Klimawandel. Sie erhält für ihre Arbeit Preise und Auszeichnungen, 2005 wird sie zur »Wissenschaftlerin des Jahres« gekürt. Helga Kromp-Kolb steht für Expertise und Glaubwürdigkeit: »Der Klimawandel ist die Herausforderung unserer Zeit – es ist wichtig, dass das von möglichst vielen verstanden wird.«
Vergangene Termine
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Sa 21/03/2026
Salon D extended
Talk-Parade zum Thema Gemeinsinn
Die Gäste werden noch bekanntgegeben
Die Autor:innen Aleida und Jan Assmann bezeichnen den Gemeinsinn als unseren sechsten, sozialen Sinn. Welche sind die kulturellen und politischen Rahmenbedingungen, die wir zur Schärfung dieses Sinns benötigen? Wir laden zur Talk-Parade: 12 Gäste bilden eine Gedanken-Gemeinschaft zu thematischen Clustern wie „Armut & Verteilungsgerechtigkeit“, „Arbeit & KI“, „Pflege & Alter“, „Nachbarschaft & Stadtdesign“, „Migration & Integration“ oder „Vorstellungskraft, Kunst & Literatur“.Im Rahmen von 1 Tag alle Räume
Sa 07/03/2026, 17.00 Uhr
Philipp Blom: Tribalismus und Hoffnung
Eintritt frei
Um Anmeldung wird gebeten: kulturvermittlung@festspielhaus.at
Im Rahmen der Vorstellung von Marcos Morau . Opera Ballet Vlaanderen . Tonkünstler-Orchester – Romeo + Julia
Die Tragödie von Romeo und Julia erzählt von einer Welt, in der Loyalität zur eigenen Gruppe wichtiger ist als Mitgefühl – ein Muster, das auch heute in Form von Tribalismus, also gruppenbezogenem Denken und Ausgrenzung, sichtbar wird. Trotz aller Spaltungstendenzen zeigt Philipp Blom in seinem zuletzt erschienenen Buch Hoffnung. Über ein kluges Verhältnis zur Welt, wie das Hoffen möglich bleibt.
Philipp Blom, geboren 1970, studierte Philosophie, Geschichte und Judaistik in Wien und Oxford. Er lebt als Schriftsteller und Historiker in Wien. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. das Stipendium am Getty Research Institute in Los Angeles, den Premis Internacionals Terenci Moix und den NDR Kultur Sachbuchpreis.Sa 11/10/2025 , 17.00 Uhr
Doris Uhlich und Susanne Kirnbauer-Bundy: Zwischen Applaus und Abschied
Eintritt frei
Um Anmeldung wird gebeten: kulturvermittlung@festspielhaus.at
im Rahmen der Vorstellung von Pina Bausch . Meryl Tankard. Kontakthof – Echoes of '78
Ob Tänzer:in oder nicht – wir alle stehen auf der Bühne des Lebens, zwischen Applaus und Abschied. Wir möchten mit Ihnen innehalten und fragen: Wie geht es Ihnen mit dem Älterwerden? Die Choreografin und Performerin Doris Uhlich (*1977) und die ehemalige Solotänzerin im Wiener Staatsopernballett Susanne Kirnbauer-Bundy (*1942) verbindet eine enge künstlerische Zusammenarbeit. Mit dem Schlüsselwerk von Pina Bausch wiederum verbindet dieses Gespräch die Frage nach der Vergänglichkeit und dem Fluss der Zeit, im Tanz wie im Leben.
Doris Uhlich (*1977), österreichische Choreografin und Performerin, entwickelt Projekte mit unterschiedlichen Formaten – von Bühnenstücken bis site-specific Performances. Sie arbeitet mit Menschen unterschiedlicher Biografien und körperlicher Einschreibungen, öffnet die Tanzfläche für Menschen mit körperlicher Behinderung, zeigt die Potenziale von Nacktheit jenseits von Erotisierung und Provokation oder untersucht auf vielschichtige Weise die Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Zuletzt erhielt sie den Österreichischen Kunstpreis 2024 des BMKÖS in der Sparte „Darstellende Kunst“. Weiters wurde SONNE mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis 2024 als „Beste Tanzproduktion“ ausgezeichnet.
Susanne Kirnbauer-Bundy (*1942), österreichische Tänzerin und Choreografin, begann ihre Karriere im Alter von acht Jahren an der Ballettschule der Wiener Staatsoper und erhielt 1956 ihr erstes Engagement im Wiener Staatsopernballett. 1967 avancierte sie zur Solotänzerin, 1972 zur Ersten Solotänzerin. Sie tanzte Haupt-rollen sowohl im klassischen als auch im modernen Repertoire. Nach dem Ende ihrer Karriere als aktive Tänzerin übernahm sie von 1986 bis 1996 die Leitung des Balletts der Wiener Volksoper. Hier choreografierte sie abendfüllende Ballettproduktionen und betreute auch Choreografien in verschiedenen Operetten. Danach war sie u. a. in Italien, Deutschland, Schweiz, für die Salzburger Festspiele und die Seefestspiele Mörbisch tätig. 2022 wurde sie für ihre besonderen Leistungen in den Bereichen Tanz und Choreografie mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien ausgezeichnet. Seit 2008 verbindet sie eine künstlerische Zusammenarbeit mit Doris Uhlich in SPITZE (2008) und Come Back (2012).Das Geschlecht des Klanges
Salon D mit der Journalistin
Renata Schmidtkunz
sa 26/04, 17:00-18:15 Uhr
Kada Bar im Festspielhaus
vor der Vorstellung von Jan Martens: VOICE NOISE
Moderation: Bettina Masuch
Anmeldung: kulturvermittlung@festspielhaus.at
Eintritt frei!
Schrill und hässlich: Geräusch, „Noise“. So wurden weibliche Stimmen in der Kulturgeschichte oft beschrieben und in weiterer Folge zum Schweigen gebracht. Jenen eine Stimme zu geben, die sonst nicht gehört werden, ist ein zentrales Thema im Schaffen des renommierten belgischen Choreografen Jan Martens.
Sein Stück, das wir an diesem Abend zeigen, ist unter anderem vom Essay Das Geschlecht des Klanges inspiriert. Darin untersucht die kanadische Lyrikerin Anne Carson, wie Stimmen von Frauen in der Geschichte marginalisiert wurden. Anne Carson zählt im englischsprachigen Raum zu den bedeutendsten Dichterinnen der Gegenwart.
Unser Gast Renata Schmidtkunz liest im Salon D Auszüge in der deutschen Übersetzung des Essays und spricht gemeinsam mit dem Publikum über Sprache, Stimme und Geschlecht. Wie beeinflussen unsere Vorurteile in Bezug auf das Geschlecht die Art und Weise wie wir Laute wahrnehmen? Und wie weit reichen diese Hörweisen zurück? Schon Sophokles sagte: "Schweigen ist der kosmos (gute Ordnung) der Frauen." Wir sprechen darüber, wie weibliche Stimmen Männer von Homer bis Hemingway "irritiert" haben und was das für uns bis heute bedeutet.
Renata Schmidtkunz ist eine der prägenden weiblichen Stimmen unseres Landes. Sie hat 23 Jahre im ORF-Fernsehen (Abteilung Religion und 3sat) als Regisseurin von Dokumentarfilmen, Redakteurin und Moderatorin (z.B. Club 2) gearbeitet. Seit 1999 ist sie Gastgeberin in der Sendung „Im Gespräch“, die sie seit 2013 leitet.
„Jude ist kein Schimpfwort“
Lesung und Gespräch mit Journalistin und Autorin Alexia Weiss
sa 30 NOV 2024, 17:00 Uhr im Festspielhaus-Café
Salon D im Rahmen der Vorstellung von Yasmeen Godder . Dikla: Shout Aloud
Moderation: Bettina Masuch
Anmeldung: kulturvermittlung@festspielhaus.at
Eintritt frei!Jüdisch-Sein in Österreich bedeutet ein Leben voller Ambivalenzen. Zum einen sind Jüd:innen mit übertriebener Sensibilität konfrontiert – die Angst davor, diskriminierend zu agieren, ist allgegenwärtig –, zum anderen schlägt ihnen nach wie vor offener Hass entgegen, das hat sich mit dem 7. Oktober 2023 nochmals massiv gesteigert. In ihrem Buch „Jude ist kein Schimpfwort“ geht Alexia Weiss diesem Zwiespalt auf den Grund, erforscht die Spuren jüdischen Lebens in Wien und erzählt, wie Jüd:innen ihren Alltag erleben.
Büchertisch von Museum Niederösterreich
Araba Evelyn Johnston-Arthur und Eike Wittrock:
Schwarze und queere Tanzgeschichte in Österreich
Salon D hosted by Tangente - Festival für Gegenwartskultur
sa 05 OKT 2024
17:00 Uhr, Kada Bar, 2. Stock
Salon D vor der Vorstellung von Joana Tischkau . Yo Bro
Moderation: Bettina Masuch und Tarun Kade
Eintritt frei!
Wien, 1960: Katherine Dunham gibt ein umjubeltes Gastspiel im Ronacher. Diesen vergessenen Moment der österreichischen Tanzgeschichte nehmen Araba Evelyn Johnston-Arthur, Teil des Direktor*innen-Kollektivs von MUSMIG (Museum für Migration), und Eike Wittrock, Professor für Tanzgeschichte an der Wiener MUK, zum Ausgangspunkt, um über Schwarze und queere Bewegungsgeschichten zu sprechen. Was wurde (und wird) aktiv vergessen, wie widerständig erinnert?Araba Evelyn Johnston-Arthur war Mitbegründerin von PAMOJA. Bewegung der jungen afrikanischen Diaspora in Österreich und der Recherchegruppe zu Schwarzer österreichischen Geschichte. Sie ist Ko-Kuratorin und Projektdramaturgin bei WIENWOCHE 2024 Festival für Kunst und Aktivismus und Teil des Direktor*innen Kollektivs von MUSMIG (museum für migration), ein Museum, dass es noch zu erkämpfen gilt während es gleichzeitig jetzt schon auch die grundlegende koloniale Gewalt in Frage stellt, die Museen in Europa meist zugrunde liegt.
Eike Wittrock ist Professor für Tanzwissenschaft an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Seine Forschungen zur Historiografie des europäischen Bühnentanzes und queerer Performancegeschichte präsentiert er sowohl in wissenschaftlichen wie auch in künstlerischen Zusammenhängen. Derzeit arbeitet er an einer queeren Tanz- und Performancegeschichte des deutschsprachigen Raums.
Franz Schuh: Der Garten der Lüste
hosted by Tangente – Festival für Gegenwartskultur
Fr 27 SEP 2024
17:00 Uhr, Kada Bar, 2. Stock
Salon D vor der Vorstellung von Philippe Quesne . Vivarium Studio - Der Garten der Lüste.
Moderation: Bettina Masuch und Tarun Kade
Eintritt frei!
„Der Garten der Lüste“ ist eines der bekanntesten Gemälde der Kunstgeschichte. Das rätselhafte Bild des niederländischen Malers Hieronymus Bosch (ca. 1450-1516) übt bis heute große Faszination auf seine Betrachter:innen aus. Die Interpretationen sind ambivalent und reichen von der drastischen Warnung vor der Todsünde bis zur erotisch-komischen Darstellung eines utopischen Liebesparadieses. Franz Schuh hat einen ausgeprägten Sinn für das Komische im Tragischen. Das Lachen auf gescheite Weise ist sein Metier. Wir fragen den Schriftsteller, Essayisten und Philosophen: Wie blicken wir heute auf dieses 500 Jahre alte, am Übergang von Mittelalter zur Renaissance entstandene Gemälde?Franz Schuh, geboren 1947 in Wien, studierte Philosophie, Geschichte und Germanistik. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität für Angewandte Kunst in Wien und Kolumnist für Zeitschriften und Rundfunkstationen. Er erhielt u.a. 2006 den Preis der Leipziger Buchmesse, 2011 den Österreichischen Kunstpreis und 2021 den Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay. Bei Zsolnay erschienen zuletzt Sämtliche Leidenschaften (2014), Fortuna. Aus dem Magazin des Glücks (2017), Lachen und Sterben (2021) und Ein Mann ohne Beschwerden (2023).
Der Büchertisch wird betreut von Museum Niederösterreich.
Robert Menasse: Die Welt von morgen.
Fr 12 APR 2024
17:00 Uhr, Kada Bar, 2. Stock
Exklusive Pre-Lecture des neuen Buches
Der Büchertisch wird betreut von Museum Niederösterreich.
Eintritt frei!
Keine Anmeldung erforderlich
Robert Menasse stellt sein neues Buch Die Welt von morgen. Ein souveränes demokratisches Europa – und seine Feinde vor und spricht mit Bettina Masuch darüber, unter welchem Druck die Demokratie aktuell allerorts steht.
In Die Welt von Gestern schildert Stefan Zweig das kosmopolitische Europa vor 1914. Als er seine Erinnerungen niederschreibt, existiert es nicht länger, »weggewaschen ohne Spur« von der faschistischen Barbarei. Zweig stirbt 1942. Aber das übernationale Europa bekommt nach 1945 eine zweite Chance. Visionäre stoßen ein epochales Friedensprojekt an, Grenzen fallen, der Nationalismus weicht der Kooperation.
Doch auch dieses Projekt könnte schon bald Geschichte sein. Demokratische Defizite führen zu Protest. Mannigfaltige Krisen machen den Menschen Angst. In vielen Mitgliedstaaten schüren Politiker, die von den Erfahrungen der Gründer nichts mehr wissen (wollen), einen neuen Nationalismus. Heute steht Europa wieder am Scheideweg. Wie wird die Welt von morgen aussehen?
Robert Menasse erklärt und verteidigt die europäische Idee, lädt aber auch dazu ein, die systemischen Widersprüche der Union zu kritisieren und zu überwinden. Die Alternative, vor der wir stehen, ist nicht kompliziert: Entweder gelingt das historisch Einmalige, nämlich der Aufbau einer nachnationalen Demokratie, oder es droht ein Rückfall in das Europa der Nationalstaaten. Das wäre eine weitere Niederlage der Vernunft – mit den Gefahren und Konsequenzen, die uns aus der Geschichte nur allzu bekannt sein sollten.
Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den »Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb«. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre – zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie – an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u.a. über: Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.
Die Welt von morgen.
Ein souveränes demokratisches Europa – und seine Feinde
Erscheinungstermin: 15.04.2024
Fester Einband mit Schutzumschlag, 192 Seiten, Sprachen: Deutsch
978-3-518-43165-8
Suhrkamp Verlag, 1. Auflage
Vorstellung im Anschluss: FOUAD BOUSSOUF: FêuIsolde Charim: Schauen wir zu viel in den Spiegel?
Sa 18 NOV 2023
16.00 Uhr, Festspielhaus-Café
Vorstellung im Anschluss: OHAD NAHARIN . BATSHEVA DANCE COMPANY: MOMO
Aufgrund der aktuellen Lage in Israel musste die Batsheva Dance Company aus Tel Aviv ihre Tournee bis auf weiteres verschieben. Somit entfällt das für 18. November geplante Gastspiel „MOMO“ im Festspielhaus St. Pölten und damit auch der Salon D mit Isolde Charim.Ivan Krastev: Fragilität der Gesellschaft
Sa 25 MAR 2023
16.00 Uhr, Festspielhaus-Café
Ivan Krastev wurde 1965 in Bulgarien geboren und ist nicht zuletzt aufgrund seiner klugen Beobachtungen zum Ukraine-Krieg einer der gefragtesten politischen Analysten unserer Zeit. Die Künstlerische Leiterin Bettina Masuch spricht mit dem vielfach ausgezeichneten Politologen und Publizisten über die Fragilität der Gesellschaft. In seiner neuesten Kreation FUTUR PROCHE denkt der junge belgische Choreograf Jan Martens über das Thema der Erneuerung nach. Ein Thema, das uns auch im Salon D brennend interessiert: Was geht in unserer von Krieg und Krisen geprägten Gegenwart kaputt? Wo verlaufen die neuen (geo-)politischen Risse? Wo müssen wir umdenken und erneuern? Und wie fragil sind wir als Gesellschaft aktuell? Der Talk findet diesmal in englischer Sprache statt.
Ivan Krastev, geboren 1965 in Lukovit, ist Vorsitzender des Centre for Liberal Strategies in Sofia und Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien. Seit 2015 schreibt er regelmäßig Analysen für die internationale Ausgabe der New York Times.
Vorstellung im Anschluss: Österreich-Premiere von Jan Martens . Opera Ballet Vlaanderen: FUTUR PROCHELisz Hirn: Dystopie und Demokratie
Sa 18 FEB 2023
16.00 Uhr, Festspielhaus-Café
Vorstellung im Anschluss: Jóhann Jóhannsson . Tonkünstler-Orchester: Last and First Men
Im Rahmen der Vorstellung von Jóhann Jóhannsson . Tonkünstler-Orchester: Last and First Men spricht Bettina Masuch mit Lisz Hirn über das Spannungsverhältnis von Dystopie und Demokratie. Mit Last and First Men hinterließ der 2018 viel zu jung verstorbene Jóhann Jóhannsson ein Gesamtkunstwerk aus Musik, Film und Erzählung, das sich mit den Themen des gleichnamigen Roman-Klassikers auseinandersetzt. Es sind Fragen, die wir uns auch im Salon D stellen wollen: Welchen Umgang pflegen wir mit unserem Planeten und seinen (begrenzten) Ressourcen? Welche Konsequenzen müssen wir daraus ziehen? Und was bleibt von den großen Ideen und Ideologien der Menschheit übrig?
Lisz Hirn studierte Geisteswissenschaften und Gesang in Graz, Paris, Wien und Kathmandu. Sie ist als Philosophin, als Publizistin & als Dozentin in der Jugend- und Erwachsenenbildung tätig sowie als freiberufliche Künstlerin an internationalen Kunstprojekten und Ausstellungen beteiligt. Die Schwerpunkte ihrer philosophischen und wissenschaftlichen Arbeit liegen in der philosophischen Anthropologie, politischen Philosophie, interkulturellen Ethik und der philosophischen Praxis.Hanno Sauer: Sind wir jenseits von Gut und Böse?
Fr 06 OKT 2023
16.00 Uhr, Festspielhaus-Café
Hanno Sauer ist Philosoph und lehrt Ethik an der Universität Utrecht. Sein aktuelles Buch trägt den Titel Moral: Die Erfindung von Gut und Böse. Eine philosophische Geschichte zu moralischen Wertvorstellungen .
Vorstellung im Anschluss: The Seven Sins bringt Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus StuttgartSandra Noeth: Fragilität des Körpers
Sa 15 OKT 2022
16.00 Uhr, Festspielhaus-Café
Zum Auftakt der Talk-Reihe Salon D begrüßen wir herzlich Sandra Noeth, Kuratorin, Dramaturgin und Professorin am HZT – Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin. Mit ihr spricht Bettina Masuch, die neue Künstlerische Leiterin des Festspielhaus St. Pölten, über die Fragilität des Körpers: Wie stellen wir uns der eigenen körperlichen Zerbrechlichkeit, insbesondere in verunsichernden Zeiten?
Sandra Noeth ist Professorin an HZT – Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin und international als Kuratorin und Dramaturgin in freien und institutionellen Kontexten tätig. Sie beschäftigt sich vorwiegend mit ethischen und politischen Perspektiven auf Körperpraxis und -theorie und mit Dramaturgie im Kontext von zeitgenössischer Choreografie und Performance.
Vorstellung im Anschluss: tanzmainz . Sharon Eyal: Soul Chain.
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Team Cultural Education
Christina, Gabrielle, Leonie, Margit und Marlies
T: +43 2742/90 80 80
E: kulturvermittlung@festspielhaus.at